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Unser Drogenhilfezentrum ist eine Anlaufstelle für Menschen, die der lokalen Drogenszene angehören.

Risikominimierung/Safer Use

Insbesondere intravenös applizierende DrogengebraucherInnen setzten sich hohen Risiken beim akuten oder dauerhaften Konsum aus:

  • Vergiftungen mit Strecksubstanzen
  • Überdosierungen
  • Infektionsrisiken (durch gemeinsames Verwenden von Spritzen) insbesondere mit Hepatitis und/oder HIV
  • Bildung von Abszessen
  • u.a.m.

Wir unterstützen Sie, Strategien für einen weniger riskanten Umgang mit Drogen zu entwickeln. Wir möchten zu einem vorausschauenden Nachdenken über den eigenen Konsum motivieren.
Ziel unserer Angebote und Beratung ist es, vermeidbare Risiken und Schädigungen beim Drogenkonsum zu verringern

Dazu gehört:

  • Beratung über die Wirkungsweise von Drogen
  • Aushändigen von Informationsbroschüren
  • Förderung von Selbstbestimmung und Risikominimierung durch Beratung über risikoärmere Konsumformen und allgemeine Strategien, Gesundheit zu erhalten
  • Infektionsprophylaxe – Informationen darüber, wie Infektionen (zum Beispiel mit HIV oder Hepatitis C) vermieden werden können
  • Herausgabe und Verkauf von sauberem Konsumzubehör (Spritzentausch)
  • Schulungen zur Ersten Hilfe im Drogennotfall
  • Information über und Vermittlung in medizinische und andere weiterführende Hilfsangebote

Die Aufklärung über gefahrenminimierenden Konsum in Bezug auf psychotrope (legalisierte und illegalisierte) Substanzen wird häufig als Aufforderung zum Drogenkonsum kritisiert.
Wir sehen es jedoch auch als eine unserer wesentlichen Aufgaben an, eine gefährliche Informationslücke, die durch die Illegalitsierung der Substanzen und die daraus folgende Tabuisierung entsteht, zu schließen.
Die Strategien der Risikominimierung (Harmreduction) sind wissenschaftlich und drogenpolitisch anerkannte Instrumente der Gesundheitsprävention.
Die Bedingungen der Illegalität (Betäubungsmittelgesetz) führen nicht zu einer Reduktion des Erwerbs und Konsums von Drogen. Sie haben jedoch zur Folge, dass sich Substanzen, die unter Schwarzmarktbedingungen erworben werden, in hohem Maße jeglicher Qualitätskontrolle entziehen. Damit sind neben den sozialen Auswirkungen der Kriminalisierung drogengebrauchender und abhängiger Menschen oftmals die Verunreinigungen selbst und Schwankungen im Wirkstoffgehalt die größten Gefahren, die illegalisierte Substanzen mit sich bringen.

Bezogen auf die auf dem Schwarzmarkt erhältlichen illegalisierten Substanzen könnte ein sogenanntes »Drug-Checking« einen wichtigen Baustein des Safer-Use darstellen. Es soll ermöglichen, die auf dem »Schwarzmarkt« erworbenen Substanzen auf deren Inhaltsstoffe und Reinheitsgrade zu überprüfen.
Leider hat sich das »Drug Checking« in Deutschland aufgrund (noch) nicht hinreichender Rahmenbedingungen nicht etablieren können.

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